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Biografie

Helmuth Reichel Silva etabliert sich schnell als einer der herausragendsten und interessantesten südamerikanischen Dirigenten der jüngeren Generation und wird international für seine tief empfundene Musikalität und sein inspirierendes Temperament gelobt. Sein Erfolg beim renommierten Besançon-Wettbewerb 2015, bei dem er Finalist war, brachte ihm internationale Aufmerksamkeit und Einladungen zu Orchestern in Europa, Südamerika und Asien ein. Reichel Silva ist der Gewinner des Preises 2017 des Chilenischen Kreises der Kunstkritiker für die beste Aufführung des Jahres mit dem Orquesta Sinfónica Nacional de Chile. Zudem gewann er den 2. Preis beim 6. Deutschen Dirigierwettbewerb in Stuttgart sowie den Orchestra Prize beim Jeunesse Musicales Conducting Competition in Bukarest.

«Ein Star erhebt seine Flügel.»

Ongaku no tomo

2017 gab Helmuth Reichel Silva sein Debüt in Japan mit dem Tokyo Symphony Orchestra in der Muza Kawasaki Symphony Hall und mit dem Orchestra Ensemble Kanazawa in der Ishikawa Ongakudo Concert Hall. Zuvor dirigierte er Orchester wie das SWR Symphonieorchester Stuttgart, das Sinfonieorchester Basel, die Stuttgarter Philharmoniker, das Stuttgarter Kammerorchester, die Württembergische Philharmonie Reutlingen, das Südwestdeutsche Kammerorchester, das Orchestra di Padova e del Veneto und das George Enescu Philharmonic. In seinem Heimatland Chile arbeitet Reichel Silva regelmäßig als Gastdirigent mit allen großen Orchestern.

In der Saison 2017/2018 kehrt Helmuth Reichel Silva zum Orquesta Sinfónica Nacional de Chile, Orquesta Clásica USACH und Orquesta Sinfónica de La Serena zurück, darüber hinaus gibt er seine Debüts u. a. beim Orquesta de Cámara de Chile, Orquesta Sinfónica de Concepción und Orquesta Sinfónica Nacional Juvenil.

«He has something special.»

Jonathan Nott

Mit dem Orquesta Sinfónica Nacional de Chile verbindet Reichel Silva eine enge Zusammenarbeit. Nach seinem gefeierten Debüt mit dem Orchester im Juni 2016 wurde er sofort für die nächste Spielzeit als Conductor in Residence des Sommerfestivals 2017 wieder eingeladen und gab sein Debüt beim renommierten Festival Semanas Musicales de Frutillar im Teatro del Lago mit Beethovens Sinfonie Nr. 9 und Tschaikowskys Sinfonie Nr. 5.

Seit 2015 begleitet Helmuth Reichel Silva die jungen Musikerinnen und Musiker der Jungen Deutschen Philharmonie als Coach und Dirigent während der Probenarbeit und assistierte dabei Dirigenten wie Dennis Russell Davies und Ingo Metzmacher.

«He impressed with his deeply felt musical ideas and a technical ability to achieve them.»

Dennis Russell Davies

Reichel Silva widmet sich insbesondere der lateinamerikanischen Musik des 20. und 21. Jahrhunderts und nahm CDs mit Werken des chilenischen Komponisten Esteban Correa mit dem Orquesta Sinfónica de La Serena auf. Neben Werken von Komponisten wie Ginastera, Villa-Lobos und Revueltas hat Reichel Silva mehr als vierzig Werke zeitgenössischer chilenischer Komponisten in seinem Repertoire.

Geboren 1983 in Santiago de Chile, begann Helmuth Reichel Silva im Alter von fünf Jahren seine musikalische Ausbildung am Conservatorio Nacional de Música in Santiago und zog später nach Deutschland, um sein Studium fortzusetzen. Er studierte zunächst Violine an der Hochschule für Musik Würzburg und legte dort seine Diplomprüfung mit Auszeichnung ab, anschließend absolvierte er die Meisterklasse. Er spielte von 2007 bis 2010 Violine bei den Stuttgarter Philharmoniker und am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, bevor er seine Ausbildung als Dirigent mit Per Borin an der Musikhochschule Stuttgart und Sebastian Tewinkel an der Musikhochschule Trossingen absolvierte. Helmuth Reichel Silva pflegt eine enge Beziehung zu Dirigent und Mentor Jonathan Nott, darüber hinaus besuchte er Meisterkurse bei Jorma Panula, Yuji Yuasa, Rodolfo Fischer und Yuuko Amanuma. Er ist Preisträger des Dirigentenpodiums Baden-Württemberg, in dessen Rahmen er mit führenden Orchestern in Deutschland arbeiten durfte.